Die Antibabypille

Als derzeit beliebteste Verhütungsmethode in Europa wird die Pille von Millionen Frauen genutzt. Gründe für ihre Beliebtheit liegen auf der Hand: In der Anwendung einfach ist die Pille überall verfügbar und vor allem äußerst zuverlässig.
Der Pearl Index Wert der Pille liegt auf einem sehr niedrigen Niveau von 0,1 bis 0,9 Prozent.

Die Pille - Einnahme & Wirkung

Einnahme
Wie der Name bereits nahelegt, wird die Antibabypille in Tablettenform eingenommen. Es gibt verschiedene Zusammenstellungen der Hormonpräparate, wobei man zwischen Einphasenpräparaten, Zwei- und Dreiphasenpräparaten unterscheidet. Die Hauptunterschiede liegen in der Einnahme, der Dosierung und der Aufteilung der Tabletten in Östrogene und Gestagene. Man spricht aus diesem Grund auch von Kombinationspräparaten. Die Pille wird normalerweise 21 Tage lang täglich eingenommen, worauf eine Einnahmepause von 7 Tagen folgt. Nachdem diese 7 Tage abgelaufen sind, beginnt der  Einnahmezyklus von vorne. Zu beachten ist, dass auch während der Einnahmepause der Verhütungsschutz bestehen bleibt. Erst wenn die Pille abgesetzt wird, wird auch der Empfängnisschutz aufgehoben. Die Monatsblutung wird durch die Einnahme der Pille nicht unterbrochen.

Wirkung
Die Einnahme der Antibabypille verhindert den Eisprung und behindert den normalen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Zusätzlich bildet sich ein zähflüssiger Schleim vor dem Muttermund, der die Beweglichkeit eindringender Spermien stark beeinträchtigt.

Die Nebenwirkungen der Antibabypille können sehr verschieden sein und werden von Frau zu Frau als unterschiedlich stark empfunden. Häufige Nebenwirkungen der Antibabypille sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Magenbeschwerden, Zwischenblutungen und vermindertes Lustempfinden. In manchen Fällen (insbesondere bei starken Raucherinnen und übergewichtigen Frauen) steigt auch die Gefahr einer Thrombose und damit ein erhöhtes Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko.